Eine Woche nach der Nachricht finde ich einen Brief in meinem Postkasten.
9. Jänner 2009
"Einen Hund haben"
Teure Unbekannte!
Und wieder einmal bleibt mir nur, meine Gedanken aufzuschreiben, denn ich weiß mir ja sonst nichts damit anzufangen. Ich habe gerade einen "Gasthund", den Max. Das ist also ein Hund, auf den ich eigentlich nur eine Zeit lang aufpassen soll. Aber so leicht ist das halt leider nicht, weil wenn irgendwer oder irgendwas mal "eine Zeit lang" mit mir verbringt, dann ist das immer so eine Sache: Das kann nämlich ganz furchtbar ins Auge gehen. Der Max ist eigentlich der Hund vom Thomas. Aber irgendwie auch der Hund vom Peter. Der ist nämlich ein guter Bekannter von mir, und der Bruder vom anderen, also vom Thomas. Und der Peter kann den Hund, also den Max, den er gerade vom Thomas hat, weil der gerade wieder nicht auf ihn aufpaassen möchte, gerade auch nicht bei sich haben, weil er selbst nämlich keine Zeit hat, also der Peter für den Max.
Also hab ich ihn.Weil das immer schon so war, dass ich die Hunde habe. Und eigentlich lege ich es auch nicht darauf an, sie zu haben. Ich habe sie dann einfach. Selbst Gasthunde. Weil natürlich werde ich den Max wieder abgeben, wenn der Peter wieder Zeit hat, für den Max. Aber trotzdem werde ich den Max eigentlich auch dann noch haben, weil das eben immer schon so war.
Mit Hunden ist das jedesmal so eine Sache: Die spüren einfach immer irgendwie irgendwas. Nämlich- so glaube ich- wie die Menschen nun mal im Inneren sind. Da kann man sich nicht verstecken, die Viecher bekommen das immer mit. Das ist eigentlich beängstigend, weil es kann ganz schön entlarvend wirken. Aber ich kann`s eh nicht ändern. Na jedenfalls habe ich dann immer die Hunde, das war, wie gesagt, schon früher so. Ich glaube eben sogar, es war immer schon so. Warum? Ja das müssen Sie die Hunde fragen, ich weiß es nicht. Ich weiß noch nicht einmal, ob es mir angenehm ist. Aber der Max findet das in jedem Fall super.
Und irgenwie ist das ziemlich ähnlich mit etwas Anderem, was mir gerade widerfahren ist. Nein, eigentlich nicht widerfahren ist, sonder gerade widerfährt. Immer noch, sozusagen als Dauerszustand. Da hab ich doch glatt ein Mädchen getroffen (ja, tatsächlich, man stelle sich das mal vor!). Also eigentlich ist sie ja schon eine Frau. Das war schon ziemlich arg, also wie ich sie getroffen habe. Weil das war so, wie bei den Viechern. Naja also jetzt im Sinne von dem "entlarvend". Diese Frau ist mir- ich freue mich jetzt schon darauf, das schreiben und lesen zu dürfen, weil ich es so schön finde, und man es aber leider so selten verwenden kann- jedenfalls, diese Frau ist mir von der ersten Sekunde (jetzt kommt`s) durch Mark und Bein gegenagen. Wumm! Also so richtig Wumm!, verstehen Sie? Und sie hat aber einen Freund, der ist schon lange ihr Freund. Und ich wollte ja auch gar nicht irgendwas, sondern war halt einfach nur da (wieder mal). Aber trotzdem hat sie mich jetzt auch. Nicht so, dass sie jetzt irgendwen meinetwegen verlassen hätte, also nein, das nicht. Aber sie weiß das trotzdem genauso wie ich es weiß.
Das ist ganz schön blöd, kann ich Ihnen sagen.
Ende Part 1
Der Brief ist noch nicht zu Ende... den zweiten Teil beim nächsten Mal und ich verspreche diesmal schneller zu sein!!
...to be continued...